Berufsfachschule Holzbildhauer/-in
Berufliche Fähigkeiten
Holzbildhauer/- innen sind in der Lage, nach Vorgaben und eigenen Ideen, Arbeiten nach gestalterischen und funktionalen Gesichtspunkten zu entwerfen, zu gestalten und zu zeichnen, einen Arbeitsauftrag mit dem Kunden zu erörtern, die Arbeit nach wirtschaftlichen und ökologischen Belangen durchzuführen und das Arbeitsergebnis auf der Grundlage der Qualitätssicherung zu bewerten. Sie führen diese Arbeit unter Beachtung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz selbständig durch.
Dabei kommen folgende mit der Berufsausbildung erworbenen Qualifikationen zur Anwendung:
• Anfertigen von Skizzen/ Werkzeichnungen
• Anwenden von technischen Unterlagen
• Entwerfen, Gestalten und Vorbereiten von Bildhauer- und Schnitzarbeiten
• Herstellen von Modellen und Formen in Holz, Ton, Gips, Kunststoffen, Stein und Metall
• Anwenden unterschiedlicher Abformverfahren
• Gestalterisch, ökologisch, wirtschaftlich sinnvoll Lagern
• Auswählen, Be- und Verarbeiten verschiedenen Materialien
• Bedienen von Maschinen-/ Maschinenwerkzeugen
• Ausführen von Bildhauer- und Schnitzarbeiten in verschiedenen Materialien
• Maße nach Modell oder Zeichnung übertragen
• Werkstücke zusammenbauen und formgebend bearbeiten
• Vorbereiten u. Behandeln von Oberflächen aus o.g. Materialien
• Vermessen u. Herstellen von Fundamenten
• Versetzen u. Montieren von Werkstücken
• Restaurieren von Bildhauer- und Schnitzarbeiten unter Berücksichtigung der entsprechenden Stilrichtungen
• Teilstücke ausbessern, Oberflächen wieder herstellen
Ausbildung
Die Ausbildung umfaßt 36 Unterrichtsstunden pro Woche, davon finden 22 Wochenstunden Fachpraxis in den Werkstätten statt. Traditionelle und moderne Arbeitstechniken stehen hierbei im Mittelpunkt. Neben dem Werkstoff Holz werden auch Fähigkeiten im Umgang mit anderen, berufsrelevanten Materialien vermittelt. Die Theorie bildet den fachlichen und allgemeinbildenden Hintergrund der Ausbildung.
Aufnahmevoraussetzungen
Zu den Aufnahmevoraussetzungen gehören neben dem Hauptschulabschluss die Fähigkeit zu handwerklicher Arbeit, räumliches Vorstellungsvermögen sowie die Freude an bildnerisch- gestalterischem Schaffen. Übersteigt die Anzahl der BewerberInnen die zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze, so findet jeweils im März ein Auswahlverfahren statt. Dazu ist das Mitbringen einer Mappe mit eigenen Arbeiten (Fotos oder Zeichnungen) erwünscht.
Unterricht
Theoretische und praktische Lehrinhalte werden eng miteinander verknüpft und möglichst berufsbezogen vermittelt. Übungen zu technischen, werkstoffspezifischen, gestalterischen und anderen Problemstellungen schaffen die Grundlage für komplexere Aufgaben. Klar umrissene Aufgabenstellungen sollen, wie im wirklichen Arbeitsleben, das Umsetzen von Kenntnissen und Fähigkeiten in die praktische Arbeit entwickeln. Projekthaftes Arbeiten soll eigenverantwortliches, selbstorganisiertes Handeln fördern und auf die vielfältigen Anforderungen im Berufsleben vorbereiten.
Unterrichtsfächer und ihre Verteilung
(Wochenstunden)
• Fachkunde: 4 WS (gegliedert in die Lernbereiche Werkstoffkunde, Gestaltungslehre, Anatomie und Stilkunde)
• Fachzeichnen: 4 WS (gegliedert in die Lernbereiche Fach-, Projektions-, Freihand- und Schriftzeichnen)
• Fachbezogene Mathematik: 1 WS
• Gemeinschaftskunde: 1 WS
• Betriebswirtschaft: 1 WS
• Deutsch/Schriftverkehr: 1 WS
• Religion o. Philosophie: 1 WS
• Sport: 1 WS
• Fachpraxis: 22 WS
Abschluss
Die Berufsfachschule für Holzbildhauerei bietet jungen Menschen mit handwerklichen und gestalterischen Fähigkeiten die Möglichkeit, eine dreijährige Berufsausbildung zu absolvieren. Den Abschluss der Ausbildung bilden eine schulische Prüfung und die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer Flensburg.
Gesellenprüfung
Die Ausbildung schließt mit einer schulischen Prüfung und der Gesellenprüfung als Holzbildhauerin/Holzbildhauer vor der Handwerkskammer Flensburg ab.
Theoretischer Teil
Die theoretische Abschlussprüfung der Berufsfachschule wird für die Gesellenprüfung übernommen und durch den Prüfungsteil Wirtschaft/Politik ergänzt.
Praktischer Teil
Die praktische Gesellenprüfung gliedert sich in zwei Teile:
1. Gesellenstück Dazu muss eine eigenständig entworfene und selbst vorbereitete Holzbildhauerarbeit im Zeitrahmen von maximal 80 Stunden angefertigt werden. Dieser Teil geht mit 40 % in die Bewertung ein.
2. Arbeitsproben Dabei werden zwei unterschiedliche Werkstücke nach Vorlagen in jeweils maximal 3 Stunden angefertigt.
Die beiden Arbeitsproben zählen je 30 % in der Bewertung.
Anmeldung
Bewerbungen sind möglichst frühzeitig (spätestens bis zum 28. Februar) schriftlich zu richten an die
Eckener-Schule, Regionales Berufsbildungszentrum Flensburg
Berufsfachschule für Holzbildhauerei
Schützenkuhle 20 - 24
24937 Flensburg
Telefon 04 61 / 85 25 34
Telefax 04 61 / 85 29 88
An Unterlagen sind einzureichen: Bewerbungsbogen, Lebenslauf, Lichtbild Entlassungszeugnisse der Schulen (beglaubigte Fotokopien)
... Projektberichte und Bilder aus dem Team Berufsfachschule Holzbildhauerei






